Gregor-Märkl-Volksschule

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Ein Geschichtsprojekt der Klasse 3b

Im Rahmen des Heimat- und Sachunterrichts haben sich die Schülerinnen und Schüler mit dem Themenkomplex „Schule früher“ beschäftigt. Sie hatten sogar die Möglichkeit auf alten Schulbänken zu sitzen und sich so in die vergangene Schulzeit hinein zu versetzen. Alle Kinder waren mit großer Begeisterung dabei und sehr fasziniert von diesem Thema. Den Abschluss der Unterrichtseinheit bildete die Befragung eines Zeitzeugen. Dafür haben sich die Schülerinnen und Schüler selbst Fragen ausgedacht, die sie dann ihren älteren Verwandten oder Bekannten stellten. Die Befragung der Zeitzeugen sollte ihnen noch einmal einen lebendigen Eindruck über die damalige Schulzeit vermitteln. Einige Berichte, die im Anschluss an das Interview entstanden sind, können Sie im Folgenden lesen.

Mein Opa ist 1954 in die Schule gekommen. Er musste zehn Minuten laufen. Er hatte in der Schule dabei: Schulranzen aus Leder, Schiefertafel und Griffel, Schwämmchen, Lappen, Hefte und Bücher. Die Fächer waren: Lesen, Rechnen, Schönschreiben, Religion und Singen. Der Unterricht war von acht Uhr bis spätestens 13 Uhr. Der Lehrer war streng. Strafen waren: Eckestellen, Stockschläge auf die Finger oder Hände. Es waren nur Jungen in der Klasse. Der Lehrer war gerecht und die Mitschüler okay. Es gab Schultüten. Die Kinder hatten normale Kleidung an. Ungefähr 40 Kinder waren in einer Klasse.

Jasmin

 

Meine Oma ist im Jahr 1947 in die Schule gekommen. Der Schulweg war einen Kilometer lang. Sie hatte in der Schule einen Schulranzen, Kreide, Tafel und einen Schwamm dabei. Sie hatte die Fächer Sport, Rechnen und Deutsch. Der Unterricht dauerte von 8 Uhr bis 12 Uhr. Ihr Lehrer war sehr streng und böse. Er hat der Oma mit dem Stock auf die Finger geschlagen. In Omas Klasse waren Jungen und Mädchen gemischt. Es gab vier Klassen in einem Raum.

Florian

 

Ich habe meine Omas Theresia und Christel befragt. Beide sind im Jahr 1955 in die Schule gekommen. Oma Christel hatte einen 1,5 kilometerlangen Schulweg. Oma Theresia musste nur zehn Minuten laufen. Beide hatten eine Schiefertafel, einen Schwamm, ein Griffelkästchen und einen Malblock dabei. Daneben nahmen sie ein Lesebuch und ein Rechenbuch mit. Ihre Unterrichtsfächer waren Deutsch, Rechnen, Religion, Heimatkunde, Turnen, Singen und bei Oma Theresia noch Schönschrift. Die Schule dauerte von 8 Uhr bis 12 Uhr. Oma Christels Lehrerin war ein „alter Drachen“ und sehr unzugänglich. Die Lehrerinnen von Oma Theresia dagegen  waren sehr nett. Beide Omas gingen in reine Mädchenklassen. Oma Christel spielte in Sport Völkerball, Oma Theresia turnte nur. Computer gab es bei beiden noch nicht. In ihren Klassenzimmern waren grüne Tafeln an der Wand und die Schülerinnen saßen an Zweierbänken, bei denen Tisch und Stuhle in einem Stück waren. Es gab noch keine Schulbusse, alle Schüler mussten bei jedem Wetter laufen.

Leonard

 

Ich möchte euch erzählen wie es bei meiner Oma früher in der Schule war. Meine Oma wurde 1945 eingeschult. 1955 hat sie die Schule beendet. Sie ist einen Kilometer zur Schule gegangen. Sie durfte nur eine Schiefertafel und Kreide mitnehmen. Sie hatte Deutsch, Mathe, Erdkunde, Heimat- und Sachkundeunterricht, Sport Religion und Handarbeit. Der Unterricht dauerte in der 1. Klasse elf Stunden, dann immer 12 Stunden. Um 8 Uhr mussten alle Kinder in die Schule. Der Lehrer war streng. Die Lehrerinnen waren streng und nett. In der Klasse gab es auch Jungen. Die Mädchen mussten Kleider tragen und im Winter noch eine Strumpfhose. Die Jungen trugen im Sommer kurze Hosen und im Winter lange Hosen. Natürlich schrieben sie auch. Man durfte nicht mit der linken Hand schreiben. Das war sehr schwer für meine Oma, denn sie ist Linkshänderin. Es gab nicht nur Lehrer und Lehrerinnen, sondern auch Pastoren. Die Schulbücher waren nicht wie unsere, sondern sie waren ganz dick und fest.

Marla

 

Ich habe meinen Nachbarn gefragt. Wolfgang wurde 1949 eingeschult. Er musste zwei Kilometer zur Schule gehen. In seiner Tasche hatte er eine Tafel, einen Griffel, ein Heft und ein Buch. Außerdem wurden die Fächer Rechnen, Deutsch, Religion, Turnen, Erdkunde und Geschichte unterrichtet. Damals war der Unterricht in zwei Schichten geteilt. Die erste Schicht begann um 8 Uhr und dauerte bis 12 Uhr. Die zweite Schicht war von 13 Uhr bis 17 Uhr. Seine Lehrerin war sehr streng, aber sehr freundlich. Die Mädchen und Jungen waren in getrennten Klassen. Sie haben ihn gut in der Schule behandelt. Wenn man gegen die Regeln verstoßen hat, gab es Strafen wie zum Beispiel Schläge, Ecke stehen oder Holzscheitknien. Mein Nachbar sagte mir, dass er keine besondere Schulkleidung tragen musste. Dort gab es 20 Klassen. Damals lernten sie Blockschrift und später Schreibschrift.

Kilian

 

Meine Oma ist im Jahr 1960 in die Schule gekommen und mein Opa im Jahr 1956. Die Oma musste zwei Kilometer zur Schule laufen, aber der Opa hatte nur 500 Meter. Sie mussten folgende Sachen mit in die Schule nehmen: Buntstift, Federmäppchen, Lineal, Bücher, Hefte, Kreide und Tafel. Sie hatten sehr viele Fächer, zum Beispiel Mathe, Rumänisch, Portugiesisch, Musik, Turnen, Geschichte, fremde Sprachen, HSU und Religion. Die Mädels lernten Nähen und die Jungs Haken. In der ersten und zweiten Klasse waren die Lehrer und Lehrerinnen sehr nett, aber in der dritten waren sie streng. Mädchen und Jungs waren in einer Klasse. Meine Oma hat folgende Strafen bekommen: drei Mal in der Ecke stehen, zwei Mal auf die Hand schlagen und mein Oma vier Mal in der Ecke stehen und sechs Mal auf die Hand schlagen. Es gab drei Jahrgangsstufen von jeder Klasse gab es a und b. Alle Mädchen mussten ein hellblaues Kleid tragen und die Jungs ein hellblaues Hemd und eine dunkelblaue Hose. In jeder Schule gab es Lehrer und Lehrerinnen.

Rebeka




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